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Alphabetisierung mit MigrantInnen bedeutet Förderung von Schrift UND Sprache

Der  am AlfaZentrum der Wiener Volkshochschulen entwickelte Unterrichtsansatz fördert gezielt sowohl den Schrift- wie auch den Spracherwerb. Vermittelt wird dieser Unterrichtsansatz in den Lehrgängen "Alphabetisierung und Deutsch mit MigrantInnen".

Leitgedanke des Unterrichtskonzeptes ist die Koordination der Lernprozesse Alphabetisierung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Die Zeit, die für den soliden Erwerb der Schrift benötigt wird, wird damit auch für den parallel laufenden Spracherwerb genützt. Die Lerninhalte Schrift und DaZ können optimal gefördert werden. Die beiden Lerngegenstände werden nicht einfach nur vermischt, sondern gezielt und verzahnt aufbaut, sodass die Fortschritte in DaZ und in der Schrift mit der Zeit wie die Zähne eines Reißverschlusses ineinander greifen, sich gegenseitig stützen und sich verbindend die Grundlage für Kommunikation bilden.

Die Prinzipien Lernerorientierung, Ressourcenorientierung, Empowerment der Lernenden, Wertschätzung der Vielsprachigkeit der Lernenden, Authentizität und selbstbestimmtes Lernen werden umgesetzt. Gearbeitet wird nicht mit einem vorgegebenen Lehrwerk, sondern mit authentischen Texten aus der Lebensrealität der Lernenden, mit von den Lernenden selbst produzierten Texten und eigens erstellten Übungsmaterialien. Parallel werden Lernstrategien für das Erlernen von Schrift und Sprache aufgebaut.